Heute ist mein Geburtstag!
Was für eine Zahl, mit 4 Jahren hätte ich mir das gar nicht vorstellen können, war das doch „uralt“.
2020 ist insgesamt für alle ein sehr ereignisreiches, spannendes, krisenbeladenes Jahr. Dennoch denke ich, aus jeder Krise gibt es einen Weg heraus.

Was mir beim Herausgehen aus meiner Krise geholfen hat, war Working out Loud – WOL – von John Stepper und das Format Lunch and Learn vom HRperfomance Institute.
Ich habe hier gelernt, mich auch zu zeigen. Beim WOL gefallen mir vor allem die 50 Infos über mich selbst. Und so habe ich mich entschlossen, hier nun 44 Infos von mir zu teilen. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

Die Basis über Sabine Kupfer

(1) Ich war schon jung ein Globentrotter: Geboren in Caracas, Venezuela, namen meine Eltern mich überall hin mit. So habe ich schon in sehr jungen Jahren gelernt, den Atlantik zu überqueren im Flugzeug und in Südamerika herumzujetten. Kleines witziges Detail: ich war ein richtig aktives Brüllkind – außer im Flugzeug, da habe ich gut geschlafen. Tue ich heute noch: Setz mich ins Flugzeug, ich verpasse oftmals auch den Abflug.

(2) Bis heute fliege ich lieber, als mit dem Auto irgendwohin zu fahren. Mehr als 4-5 Stunden Autofahrt am Stück ist für mich die Hölle auf Erden. Aber ich fahre gerne Zug. Und ich bin bekennender ÖPNV-Nutzer, auch wenn es manchmal länger dauert, ich schon viele Stunden an irgendwelchen Haltestellen wartend verbracht habe.

(3) Ich mag keine Erdbeeren. Wirklich nicht. Und am allerwenigsten Erdbeereis.

(4) Trotz Geburtsland Venezuela hat meine Mutter darauf bestanden, mich mit 4 Jahren auf die Skier zu stellen. Mit Erfolg: Bis heute liebe ich das Skifahren; heute mehr auf Skitouren und abseits der Piste, da es mir heutzutage auf der Piste etwas zu rummelig zu geht.

(5) Ich wandere sehr gerne, auch gerne alleine und einer meiner großen, noch unerfüllten, Träume ist, den Weg nach Santiago de Compostela zu gehen. Mit Start von meiner Haustüre.

(6) Sprachen sind eine Leidenschaft von mir. Ich lerne unheimlich schnell eine neue Sprache – leider verlerne ich sie genauso unheimlich schnell, wenn ich sie nicht anwende. Ich habe, bevor ich nach Syrien in 2009 gegangen bin, mir Arabisch beigebracht, ähnliches habe ich gemacht, als ich 2017 das erste Mal nach Russland gereist bin. Leider sind meine Arabisch und Russisch Kenntnisse nunmehr rudimentär. Aber ich spreche Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch. Und Schwäbisch und Bayrisch. Probleme habe ich nur manchmal in Norddeutschland, weil ich das süddeutsche nicht ganz ablegen kann.

(7) Meine Eltern hatten, als ich noch eine Kind war, noch ein Haus in Steingaden, in der Nähe vom Schloss Neuschwanstein. Meine Eltern wurden sehr oft besucht – und ich bin immer auf die Besichtigungs-Touren mit gegangen. Es gab eine Zeit, in der ich die Tour im Schloss Neuschwanstein auswendig mitsprechen konnte.

(8) In der Schule wurde ich oft ausgelacht, weil ich so unsportlich sei – Leichtathletik war einfach echt nicht mein Ding. Und ich war sogar echt dankbar, als ich mir mal das Bein gebrochen habe und das auch noch im Sommer und ich nicht bei den Bundesjugendspielen Leichtathletik mit machen musste. Dafür habe ich mittlerweile paar Halbmarathons hinter mich gebracht und bin Übungsleiter C im Breitensport im Sportverein Heimsheim.

(9) Mein kompletter Rücken und meine linke Flanke sind tätowiert. Auf dem Rücken ist der Baum der Weisheit und des Wissens und an der Seite Weinreben. Ja, hat beides christliche Hintergründe und hat viel mit mir zu tun: ich glaube an die Weisheit und an das Wissen. Und wir sind alle miteinander verbunden – wie der Weinstock und die Reben. Beides wird umschwirrt von vielen, vielen Bienen. Warum die Biene: Diesen Link könnt Ihr selbst herstellen.

Meine Wege in die und in der Arbeitswelt

(10) 1996 habe ich bei Bosch meine Ausbildung angefangen. Ich wollte ein BA-Studium machen, aber meine Mathe-Noten waren zu miserabel. Also habe ich mal einfach die Staatlich geprüfte Sekretärin gemacht. Und weil mir der Job so gut gefiel, bin ich dort geblieben.Ich war als Assistentin immer eine recht treue Seele: Meine kürzeste Einsatzzeit bei einem Chef waren 3 Jahre. Mit allen meinen Chefs habe ich bis heute Kontakt – und damit ein sehr gutes Beraterteam. Danke Ihnen allen hierfür!

(11) Ich wusste, dass ich meine erste Stelle als Abteilungsassistenz nach der Ausbildung bekomme, als mir der Chef die Kaffeeecke und die Funktionsweise der Kaffeemaschine erklärte (kleine Anekdote).

(12) Ich habe übrigens Schreibmaschine schreiben noch an der Schreibmaschine gelernt. Einer elektrischen. Bis heute klopfe ich sehr kraftvoll in die Tasten – einmal gelernt, immer gelernt. Stenografie habe ich auch lernen dürfen. War sogar noch 1996 ultrawichtig. Und ich bin in der ersten Prüfung sang- und klanglos durchgefallen. Und habe dann nachgeholt und mit sehr gut bestanden. *uff*

(13) In der Ausbildung habe ich mit einigen anderen Azubis von Bosch an einem Fremdsprachen- Wettbewerb mitgemacht: Wir sollten filmen, wie es bei uns zu ging. Wir hatten die Idee, dass wir viele Sprachen verwenden und die Hauptsprache Französisch ist. Ich habe das Drehbuch dazu geschrieben. Wir haben Deutschlandweit leider nur Platz 2 gemacht, allerdings haben wir einen Sonderpreis der französischen Regierung erhalten und wir alle durften einige Wochen nach Dijon und in französischen Unternehmen eine Art Praktikum machen. Ich war bei Peugeot.

(14) Auch meine Facharbeit fürs Abitur im Leistungskurs Französisch habe ich in Französisch geschrieben. Über die Agrarpolitik in Europa und im speziellen die Auswirkungen dieser auf Frankreich. Dafür bin ich in den Pfingstferien zu meiner Tante nach Mulhouse gefahren und war Dauergast in der Bibliothek.

(15) Im Jahr 2007 wurde ich für den Geschäftsbericht der Robert Bosch GmbH beim joggen fotografiert. Hatte eine Doppelseite in dem Bericht für mich. Damals bin ich mehrfach die Woche joggen gegangen und auch oft morgens vom Stuttgarter Westen nach Feuerbach in die Arbeit gejoggt.

(16) 2001 habe ich am London Chamber of Commerce meine Prüfung in Englisch abgelegt und mit Auszeichnung bestanden.

(17) Ich habe nach dem Englisch-Studium noch ein weiteres nebenberufliches Studium angeschlossen und nach 2 Jahren jedes Wochenende Schule habe ich als Diplom Direktionsassistentin abgeschlossen.

(18) Ich habe gerne und immer wieder besondere Projekte betreut: Beim Diesel habe ich die Übertragung der alten Intranet-Homepages in den Vorgänger des heutien Bosch-Global-Nets überführt. In der Geschäftsführung habe ich über ein Jahr lang ein komplettes Datenschutzsystem eingeführt und auch die Audits mit durchführen dürfen.

(19) Im Bereich Starter und Generatoren habe ich die Kommunikation rund um den Verkauf mit unterstützt und sämtliche organisatorischen Details übernommen.

Was es persönlich über mich zu wissen gibt

(20) Über 12 Jahre habe ich in Auftrittsgruppen Bauchtanz gemacht. Von klassischem Bauchtanz über Tribal über Tribal Fusion … war alles dabei. Danke an meine Lehrerinnen Samara, Senah, Aela Badiana, Sharon Kihara. War eine wundervolle Zeit mit wunderbaren Frauen. Das Bild von mir mit dem Schwert stammt übrigens von Aela Badiana Productions.

(21) Mein Vater war mir einer meiner liebsten Begleiter. Von ihm habe ich gelernt, das Leben zu genießen, in allen Facetten. Ich bin dankbar, dass ich so einen tollen Vater hatte.

(22) Als er gestorben ist, hat er gewartet, bis wir alle – mein Bruder, meine Mutter und ich – da waren, bevor er ging. Ich bezeichne das als das letzte große Geschenk, das er uns gemacht hat.

(23) Nach dem Tod von meinem Vater habe ich mir einen Lebenstraum erfüllt: Gemeinsam mit einer Freundin bin ich mehrere Wochen nach Peru gegangen, wir sind zum Machu Picchu gewandert. Bis heute frage ich mich: Wie haben die Inkas in dieser Höhe solche Treppen anlegen können.

(24) Ich bin eine Leseratte. Meine Mutter hatte meine liebe Not mit mir, weil ich Bücher schon als Kind einfach nicht aus der Hand legen konnte. Wenn mir das Licht ausgedreht wurde, habe ich mich auf die Fensterbank in meinem Zimmer gesetzt. Draußen war eine Straßenlaterne und habe so weiter gelesen.

(25) Die Bücher „Herr der Ringe“ habe ich innerhalb von 3 Tagen gelesen. Ich habe dafür an 2 Tagen die Schule geschwänzt, und das kurz vor dem Abitur. Ging allerdings nur, weil meine Eltern da gerade nicht da waren. An Tag 4 bin ich in die Schule gegangen, mit tiefen Augenringen, die ich vom durchlesen hatte – nicht vom krank sein.

(26) Lesen ist nach wie vor eine Leidenschaft von mir. Ich lese philosophische Bücher, Sachbücher, gerne und oft auch Romane. Kleine Details: Die Bibel, den Koran, die vedischen Schriften habe ich alle gelesen. Und Karl Marx.

(27) Dann gehe ich weiter zur Musik: Ich bin Fan von Madonna. Janis Joplin. Und ich liebe Nightwish. Die Ärzte und Die Toten Hosen haben mich auch begleitet. Und Enya. Also recht durchmischt mein Geschmack. Nur HipHop und Rap – da finde ich keinen Zugang.

(28) Ich war in den 90er Jahren auf so ziemlich jeder Techno-Party die es bei uns im Umkreis gab. Ich war auch auf den ersten Love-Paraden dabei und bis heute gehe ich nach Zürich zur Streetparade.

(29) Bis 2018 war ich auf keinem Social Media Kanal zu finden. 2018 wurde ich von 2 jüngeren Kolleginnen in die Geheimnisse von Instagram eingeweiht – Danke Euch hierfür!

(30) Eine Banalität: Ich liebe Miraculi-Spagetti (ist das jetzt Werbung?)

Noch mehr Fakten über Sabine Kupfer

(31) Bis Ende 2017 bin ich bei Bosch geblieben, damals 21 Jahre plus paar Monate. Ich bin beim Verkauf der Geschäftseinheit Starter und Generatoren mit in die Firma SEG Automotive übergegangen. Und dieser Verkaufsprozess hat dazu geführt, dass ich schlussendlich Mediatorin geworden bin.

(32) In dem Verkaufsprozess habe ich sehr häufig vermittelt und war auch bei einigen Vorstellungsgesprächen mit dabei. Eine Kollegin hat mir vorgeschlagen, mich zur Mediatorin ausbilden zu lassen. Eine sehr, sehr gute Entscheidung wie sich herausstellen sollte!

(33) Als Abschluss des Verkaufes habe ich mir einen weiteren Reisetraum 2018 erfüllt: Heli-Skiing in den Kanadischen Rocky Mountains, in Revelstoke. Was für ein Erlebnis!

(34) Orientierung ist leider nicht meine größte Stärke. Diejenigen, die mit mir wandern waren, können ein Lied davon singen. Ich habe es bei der Landesgartenschau in Ingolstadt sogar mal geschafft, mich auf einem Rundweg zu verlaufen.

(35) Trotz Abitur aus Bayern war ich lange der Meinung, Kassel befindet sich an der Nordsee. Okay, ist ja auch nördlich vom Main, ab da beginnt ja eh der Küstenstreifen Deutschlands…

(36) Als ich in meiner ersten Abteilung beim Bosch war – Zentralabteilung Arbeits-, Brand- und Umweltschutz – habe ich auch in der Freiwilligen Feuerwehr des Standortes Schillerhöhe mit gewirkt, war als Sanitäterin und Ersthelferin dort mit unterwegs.

(37) Ich bin nur 1,60 m groß – oder klein. Und habe Schuhgröße 36. In China war ich stolz: Da hatte ich Schuhgröße 41

(38) Ich schaue sehr gerne Filme. Aber sehe so gut wie nie Fernsehen. Filme leihe ich bis heute als DVD oder Bluray. Und ich habe auch keinen Zugang zu Netflix.

(39) Trotzdem habe ich eine Serie von Anfang bis Ende gesehen: Game of Thrones. Da konnte ich nicht aufhören zu gucken. Und die Bücher zu lesen. Dankenswerter Weise hat ein guter Freund alle Folgen als DVD‘s zu Hause. Und so konnte ich relativ zügig die Folgen nacheinander ansehen.

(40) Ich nähe sehr gerne und es gab eine Zeit, in der ich fast alle meine Oberteile und Kleider selbst genäht habe.

Das Finale - die letzten 4 Dinge, die es über mich zu wissen gibt

(41) Beim Lehrgang zum Übungsleiter C Breitensport vom Württembergischen Sportbund habe ich das erste Mal in meinem Leben einen Handstand geschafft.

(42) Ich liebe es generell, mich zu bewegen. Wandern, spazierengehen steht an erster Stelle. Aber auch Yoga mache ich sehr gerne, Fitnessgymnastik und ich spiele auch Tennis. Tatsächlich würde mein Mann mich manchmal am liebsten festbinden, damit ich nicht so viel mache. Wobei ich dieses Jahr festgestellt habe: Auch Gartenarbeit ist eine Art von Fitness, die zudem noch viel Spaß macht.

(43) Ich lerne für mein Leben gern. Am liebsten durch Bücher, jedoch habe ich auch Podcasts seit einigen Jahren für mich entdeckt. In Bus und Bahn höre ich immer Podcasts an und bügeln tue ich dank Podcasts mittlerweile auch sehr gerne.

(44) Und nun finde ich heraus, dass ich auch sehr gerne schreibe. Mal sehen, was daraus noch wird …

Das sind nun einige Details von mir und über mich. Natürlich gibt es noch einige viele Dinge, die ich hier nicht ausgeplaudert habe. Aber in 11 Jahren werde ich ja 55 – mal sehen, wie sich bis dahin diese Liste erweitert.

Und wenn wir nun hier Gemeinsamkeiten haben, freue ich mich sehr über einen Kommentar!

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